Um eine für das Siegerland typische, traditionelle Art der Waldwirtschaft ging es bei der Exkursion zum Historischen Hauberg in Fellinghausen am 29.05. Bei bestem Wanderwetter fuhren die Klassen 8a, b und c mit den begleitenden Lehrern Frau Bruch, Herr Kosak und Frau Laubenbacher mit dem Zug nach Kreuztal und liefen zu Fuß weiter nach Fellinghausen.

Jede Klasse hatte sich zuvor im Unterricht in Gruppen mit verschiedenen Aspekten des Haubergs beschäftigt und kurze Vorträge und Arbeitsblätter zu ihrem jeweiligen Thema gestaltet. Vor Ort erfuhren die Schülerinnen und Schüler nun etwas über die Geschichte des Haubergs sowie über die intensive, aber sehr nachhaltige Waldnutzung. Der Wald wird in Parzellen eingeteilt; diese Parzellen werden in einem 16 bis 20-jährigen Zyklus nacheinander abgeholzt. Die Gewinnung der der Eichenrinde (Lohe) zum Gerben von Tierhäuten sowie die Schanzen (Reisigbündel) für den Betrieb der Backöfen in den Backes-Häusern wurden genauso thematisiert wie die landwirtschaftlichen Zwischennutzungen. Außerdem wurden die Funktion einer Haubergsgenossenschaft sowie die Raumaufteilung und Haubergszeichen erläutert.

Des Weiteren informierten sich die Schülerinnen und Schüler über die Herstellung von Holzkohle in den Kohlenmeilern; diese wurde für die Eisengewinnung benötigt. Dazu konnten die Schüler*innen an dem Nachbau eines Schmelzofens nachvollziehen, wie Eisenerz eingeschmolzen wurde. Zudem konnten sie eine traditionelle Köhlerhütte besichtigen.

Durch die unterschiedlichen Parzellen kommen Wiesen, Gebüsche, Hecken und Wald in unmittelbarer Nähe zueinander vor. So bietet der Hauberg vielen verschiedenen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum.

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