Der Leistungskurs von Herrn Girod im Lichthof

Am 12. Januar 2016 setzte sich gegen 7.50 Uhr ein mit 53 Fahrgästen voll besetzter Bus in Richtung Frankfurt am Main in Bewegung. Ziel war das Senckenberg-Museum, das die beiden Biologie-Grundkurse und der Biologie-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 12 (Q2) zwecks Studien zur Evolutionsbiologie aufsuchten. So erhielten die Schülerinnen und Schüler zunächst eine Führung zu bestimmten Aspekten, die Herr Zeigan beim Grundkurs 1 und Herr Girod beim Leistungskurs und beim Grundkurs 2 vornahmen. Bei Herrn Girod z.B. wurde die Evolution der wirbellosen Tiere thematisiert. In der übrigen Zeit erhielten die Schülerinnen und Schüler ein Arbeitsblatt, um in kleinen Gruppen selbstständig verschiedene Teilaspekte der Evolutionsbiologie anhand ausgewählter Exponate aus der umfangreichen Sammlung zu erarbeiten. Mit von der Partie war auch Frau Lüpertz, eine Studentin der Fächer Biologie und Chemie, die an unserer Schule ihr Praxissemester absolviert hat.


Schüler des Biologie-Leistungskurses bei der Recherche zur Evolution des Menschen

Einer der neueren Funde zur Hominidenevolution sind die im Jahr 2003 entdeckten Überreste einer Menschenart, der man die Bezeichnung Homo floresiensis gab. Neben dem Exponat des Schädels dieses kleinen Menschen, der offensichtlich nur auf der Insel Flores lebte, gibt es eine Informationstafel, die den Schülern als Vorlage für ihre Notizen diente.



Eine „interessante Erfahrung“ war für die Schüler, dass die Neandertaler bereits schon die Technik des Strickens beherrschten, wie das folgende Exponat zeigte:

Offenbar schützten sie sich gegen die eiszeitliche Kälte mit hübsch gemusterten Wollmützen. So erlangte man mit viel Spaß „eine völlig neue Sicht“ auf diese ausgestorbene Seitenlinie der Menschheit.
Ein Blickfang war auch der ausgestorbene Riesenhirsch, dessen Skelett im 1. Obergeschoss aus-gestellt ist. Schülerinnen und Schüler des Biologie-Leistungskurses notierten sich auch hier die wesentlichen Aspekte

Ein weiterer wichtiger Themenbereich war die Ausstellung der Fossilien der Grube Messel, dem einzigen UNESCO-Weltnaturerbe in Deutschland. Dort konnte man neben dem Urpferdchen die Tierwelt des Eozäns (rund 50 Millionen Jahre vor unserer Zeit) studieren. Auch wenn die Exkursion zum Senckenberg-Museum bereits schon seit über 34 Jahren stattfindet, bietet sie immer noch eine sehr lohnenswerte Ergänzung zum Biologieunterricht im Schulgebäude, was die Schülerinnen und Schüler um einige Erfahrungen reicher macht.

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