Teil 1: Pflegearbeiten im Naturschutzgebiet Loher Tal in Kreuztal-Kredenbach am 10. September 2014

Pünktlich um 8.00 Uhr setzte sich ein „Lindwurm“ aus 90 Schülerinnen und Schülern der Klassen 8a, 8b, 8c und 8d in Richtung Loher Tal in Bewegung, das nach ca. einer Stunde erreicht wurde.

 

Mittlerweile schon seit zwanzig Jahren besteht die Patenschaft des Gymnasiums Stift Keppel für das Naturschutzgebiet Loher Tal in Kreuztal Kredenbach. In Kooperation mit dem Forstamt Siegen-Wittgenstein sorgen unsere Achtklässler für den Erhalt einer artenreichen Feuchtwiese. Herr Matthias Vollpracht vom Regionalforstamt Siegen-Wittgenstein sorgte für die Organisation des Transports unserer Arbeitsgeräte von Stift Keppel zum Loher Tal und zurück sowie dafür, dass die Feuchtwiese rechtzeitig vom Pflegetrupp des Kreises Siegen-Wittgenstein gemäht worden war. Herr Kamps vom Jugendwaldheim Gillerberg informierte die Schülerinnen und Schüler über das Naturschutzgebiet Loher Tal mit seinen drei Teichen, einem Erlenbruchwald, einem aufgelassenen Steinbruch, naturnahen Laubmischwaldbereichen und der artenreichen Feuchtwiese, auf der unter anderem zwei heimische Orchideenarten, das Gefleckte und das Breitblättrige Knabenkraut, anzutreffen sind. In seiner Einführung erfuhren die Schülerinnen und Schüler selbstverständlich auch den Zweck ihres Arbeitseinsatzes auf der Feuchtwiese. Um eine solche, heute seltene, nährstoffarme Feuchtwiese dauerhaft zu erhalten, ist es notwendig, dass die frühere landwirtschaftliche Nutzung nachempfunden wird. Die Wiese muss also einmal im Jahr gemäht werden und das Mähgut muss von der Fläche entfernt werden; denn sonst erfolgt eine Sukzession, d. h. eine Entwicklung, die über das Ansiedeln feuchtigkeitsbeständiger Strauch- und Baumarten über ein Gebüschstadium letztendlich zur Ausbildung eines Erlenbruchwalds führt, womit die Wiese als Lebensraum verschwindet.

             Die Jahrgangsstufe 8 bei der Einführung durch Herrn Kamps (Jugendwaldheim Gillerberg)

 

Also ging es nach der Einführung durch Herrn Kamps mit Heurechen, Heugabeln und Schubkarren zum praktischen Naturschutzeinsatz. Jede der vier Klassen erhielt eine Fläche zur Bearbeitung zugeteilt. Petrus meinte es auch gut mit uns, so dass es von oben trocken blieb. 

 

 

Der Arbeitseinsatz galt nicht nur dem Erhalt der Feuchtwiesenpflanzen sondern auch der zahlreichen an solche Biotope gebundene Tierarten wie z.B. Grasfrosch, Erdkröte, Bergmolch, Fadenmolch und Teichmolch sowie zahlreichen Insektenarten. Durch ihre Arbeit leisten die Schüler einen großen Beitrag zum Erhalt des Lebensraums dieser Tierarten.

             Auch einige Tierarten, die im Loher Tal vorkommen, wurden während der Arbeiten entdeckt, wie hier z.B. eine Berg-Eidechse.

 

 

Gegen Mittag war das Mähgut von der Feuchtwiese geräumt. Etwas erschöpft, aber stolz auf die geleistete Arbeit zogen die Schülerinnen und Schüler heimwärts. 

 

Horst Girod, 15. 9. 2014

 

Beitrag in der Lokalzeit Südwestfalen zum Waldpraktikum

 

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