Im Rahmen von Erasmus+ hatten wir, 16 Schüler:innen der jetzigen Jahrgangsstufe 8, die Möglichkeit, an einem Austauschprogramm mit einer polnischen Partnerschule teilzunehmen.
Eine Woche lang durften wir die Kultur, die Städte und die Menschen in Polen kennenlernen.
Tag 1: Montag, 7.September, Anreise
Morgens in aller Früh ging es los, denn dreizehn Stunden Zugfahrt warteten auf uns. Auch wenn nicht alles nach Plan lief und wir mit unseren Koffern einige Sprints hinlegen mussten, hatten wir doch viel Spaß. Mit etwas Verspätung kamen wir in unserer Pension in Smoldzino an und fielen müde ins Bett.
Tag 2: Dienstag, 8.September
Nach einer kurzen Nacht frühstückten wir in der Schule, die nur fünf Minuten Fußweg von unserer Pension entfernt war. Es gab Kakao, Müsli und Brötchen. Nach dem Frühstück trafen wir unsere Austauschklasse und deren Lehrer zum ersten Mal. Ganz fremd waren wir uns nicht, da einige Schüler schon vorher Kontakt zu ihren Austauschpartnern aufgenommen hatten.
Gemeinsam machten wir eine Wanderung zu einem Aussichtsturm, von dem aus wir einen tollen Blick auf die Wälder und Seen hatten. Zurück in Smoldzino deckten wir uns mit Snacks und Getränken aus dem nahegelegenen Supermarkt ein.
Tag 3: Mittwoch, 9. September
Unser heutiges Ziel war das Musemsdorf in Kluki. Wir lernten sehr viel über das Leben und die Arbeit der Menschen, die dort früher lebten und durften es auch selber ausprobieren. Also hackten wir Holz, wuschen auf einem Waschbrett und lernten, wie man früher Seile und Wände für ein Haus hergestellt hat. Unsere Austauschgruppe backte währenddessen Brot in einem alten Backes, schlug Butter und kochte Suppe für das Mittagessen. Der Besuch in einem Spaßbad und das anschließende Pizzaessen hatten wir uns wirklich verdient.
Tag 4: Donnerstag, 10. September
Mit dem Bus ging es früh am Morgen in den slowinzischen Nationalpark am Meer. Ein Highlight war der Weg zum Strand, der über einen Sandweg durch den Wald zum Meer führte. In einem Leuchtturm konnten wir einige Souvenirs kaufen und die tolle Aussicht genießen. Zurück in der Pension feierten wir den Geburtstag einer polnischen Schülerin. Es gab leckere Torte und natürlich haben wir auch für sie gesungen – einmal auf Deutsch, einmal auf Polnisch.
Tag 5: Freitag, 11. September
In mehreren Gruppen nahmen wir in der an einem Wettbewerb teil, der bei der slowinzischen Fischereigruppe stattfand. Neben Aufgaben zum Umweltschutz, filterten wir Wasser, schossen mit Pfeil und Bogen und lernten Feuer zu machen. In Ustka, einer nahegelegenen Stadt, hatten wir noch etwas Zeit zum Shoppen, Eis essen und Souvenirs kaufen, bevor es wieder zurück in die Pension ging.
Tag 6: Samstag, 12. September
Auf den Ausflug nach Danzig freuten wir uns, weil wir dort eine spannende Ralley machten. Wir erkundeten die Stadt und erfuhren dabei viel über die Geschichte und Kultur der ehemaligen Hansestadt, während wir verschiedene Aufgaben lösen mussten. An einem Stand mit Waffeln musste ein kleiner Stopp sein. Die Möglichkeit, unser letztes Geld in der Einkaufsstraße auszugeben, ließen wir uns natürlich auch nicht entgehen.
Tag 7: Sonntag, 13. September, letzter Tag
Unseren letzten Tag in Polen verbrachten wir mit unseren Austauschschülern. Gemeinsam bemalten wir T-Shirts und Taschen und es kamen tolle Ergebnisse dabei heraus. Bei einem Grillfest lernten wir die Eltern der polnischen Schüler kennen, die ebenfalls eingeladen worden waren. Als Abschluss war eine Art „Schatzsuche“ im Umkreis der Schule organisiert worden. Wir mussten Fragen zu Smoldzino beantworten und Hinweisen nachgehen, die uns schließlich zum Schatz führten; eine Kiste voll mit Mini-Nutellagläsern! Der Abschied rückte näher und wir mussten schließlich tschüss sagen. Es war schade, sich von neu gewonnenen Freunden zu versabschieden, aber viele tauschten Nummern aus, damit sie bis zum nächsten Jahr in Kontakt bleiben können.
Tag 8: Montag, 14. September, Rückfahrt
Der Rückweg lief (fast) komplett nach Plan und als wir schließlich am späten Abend am Siegener Bahnhof ankamen, wurden wir von unseren Eltern empfangen, denen wir natürlich ausführlich von der aufregenden Woche, den Eindrücken, tollen Erfahrungen und neuen Menschen berichteten.
Wir sagen danke für die Möglichkeit, ein neues Land kennenzulernen und freuen uns schon auf nächstes Jahr, wenn die polnischen Schülerinnen und Schüler zu uns nach Hilchenbach kommen!
Mia Nell und Lotta Fischer