Da standen wir nun nach einer kurzen Zugfahrt in der neueröffneten Boulderhalle "Schlüsselstelle" in Siegen-Weidenau und staunten über die ca. 5m hohen Wände mit z.T. deutlichem Überhang. Für die nächsten drei Stunden stand Bouldern auf dem Stundenplan. Im Anschluss an eine allgemeine Einführung zum Bouldern und einem speziellem Aufwärmprogramm ging es auch schon los. Aufgeteilt in zwei Gruppen und unter Anleitung der Instruktoren Xenia Frisan und Markus Jung starteten wir unsere ersten Kletterversuche an der Wand.
Beim Bouldern wird auf sogenannten Routen ohne Seilsicherung in niedriger Höhe (Absprunghöhe) geklettert. Die Farben der Griffe geben dabei jeweils eine Route vor, unterschiedliche Farben deuten auf unterschiedliche Schwierigkeitsgrade hin. Jede Route hat einen Start- und einen Zielpunkt, den es zu erreichen gilt, ohne fremde Griffe und Tritte zu nutzen, wobei die aufgeraute Wand als Tritt genutzt werden darf und soll.
Für uns galt es zu Beginn, die pinken und orangen Routen zu erkunden, um Erfahrungen an der Wand zu sammeln und erste Klettertechniken zu erproben.
Nachdem die halbstündige Einführung an der Wand abgeschlossen war und alle mehrfach die Oberkannte der Wand überklettert hatten, ging es ans freie Ausprobieren anderer Routen in der Boulderhalle.
Besonders reizvoll war dabei "die Grotte", Startpunkt zahlreicher Routen unter der überhängenden Wand. Aus ihr führten auch Anfängerrouten in pink und orange hinaus, sie zu bezwingen ist aber dennoch nur den Ehrgeizigsten gelungen da im Überhang ohne gute Technik viel Kraft verloren geht und sich irgendwann die Hände einfach öffnen.
Die schwindenden Kräfte und ermüdeten Finger und Arme machten sich zunehmend bemerkbar, so dass wir nach 2,5 Stunden das Klettererlebnis ausklingen ließen. Erschöpft und mit sich anbahnendem Muskelkater traten wir die Heimreise an.
Ein besonderes Dankeschön gilt dabei Frau Frisan, die sich spontan als betreuende Lehrkraft mit Erfahrungen im Bouldersport zur Begleitung des Kurses angeboten hat.

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