Am 12.12.2014 unternahmen wir, die Klasse 8c mit unseren Lehrerinnen Frau Dr. Rieckmann und Frau Würtz, einen Ausflug zum Schokoladenmuseum in Köln.

Obwohl wir im Religionsunterricht bei Frau Dr. Rieckmann schon vieles rund um das süße Thema Schokolade (kennen)gelernt hatten, konnten wir dort in einer interessanten Ausstellung auf drei Etagen noch mehr Wissenswertes über den Anbau und die Ernte der Kakaopflanze, außerdem Zutaten, Inhaltsstoffe, Produktion, Transport, Vermarktung sowie Geschichte der Schokolade eindrucksvoll unter die Lupe nehmen. Dabei wurden die meisten Fragen, die wir uns im Unterricht überlegt hatten, beantwortet, wie z.B. nach den reinen Produktionskosten für die Schokolade, den Lebensbedingungen der Arbeiter, ob Kinderarbeit vorkommt und ob das Schokoladenmuseum auch Hilfsorganisationen unterstützt.
Ein Highlight der Besichtigung war natürlich, dass wir die vor Ort produzierte Schokolade von dem Schokoladenbrunnen testen durften - und uns auch ein zweites Mal angestellt haben, um uns ein endgültiges Geschmacksurteil bilden zu können:).
Bei dem Gedanken, dass manche Arbeiter und sogar Kinder oft unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen die Kakaobohnen anbauen bzw. ernten müssen, aber selbst noch nie ein Stückchen Schokolade gegessen haben, lässt den Schokoladengenuss jedoch auch in einem anderen Licht erscheinen. Vor allem das Wissen, dass teilweise selbst Kinder täglich von früh bis spät mit gefährlichen Werkzeugen und giftigen Chemikalien arbeiten müssen und dafür noch sehr schlecht bezahlt werden, machte uns nachdenklich. Denn auch wenn die Schokoladen-Konzerne stets behaupten, dass die Arbeitsbedingungen für sämtliche Arbeiter fair sind, so gibt es unzählige Beweise, dass dies nicht der Fall ist. Und auch keiner der Mitarbeiter des Schokoladenmuseums konnte uns bestätigen, dass diese Vorwürfe aus der Luft gegriffen sind. Deshalb können wir nur hoffen, dass immer mehr Firmen wie GEPA darauf achten, dass die Bedingungen menschenwürdig und gerecht werden. Nachdem wir das Schokoladenmuseum gründlich auf den Kopf gestellt und untersucht hatten, konnten wir uns der Freizeit in Köln zuwenden und die restliche Zeit vor der Zugabfahrt in der Innenstadt von Köln genießen.
Voller Eindrücke und Informationen fuhren wir, wenn auch ein wenig erschöpft, dann wieder nach Hause.

Wenn wir euer Interesse geweckt haben und ihr noch mehr über das Thema wissen wollt: Ihr könnt gerne bei den Schaukästen vor Raum ... vorbeischauen und/oder den Gottesdienst am 18.02.15 in unserer Stiftskirche besuchen - denn dieser wird die "Gerechtigkeit" zum Inhalt haben.

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