Am 28.08. besuchte der Kunstkurs der 12. Klasse das Museum für Gegenwartskunst in Siegen. Begleitet wurden die Schüler von Kunstlehrerin Frau Deimel. Fachkundig wurde der Kurs durch die Ausstellung „Wie Raum wird“ von Frau Schwarz geführt. Da die Schüler sich schon im Voraus intensiv mit dem Thema Raum auseinandergesetzt haben, war ein Grundwissen und Verständnis vorhanden.
Die Ausstellung spricht ein Thema an, welches in der Kunst schon immer eine wichtige Bedeutung hatte. Der Raum wurde im Laufe der Kunstgeschichte immer wieder unterschiedlich aufgefasst und besonders durch Skulpturen und Plastiken unterschiedlich verwirklicht. In Siegen kann man sich die Interpretationen sieben namenhafter Künstler zum Thema Raum noch bis zum 18.10. anschauen.
Die Ergebnisse wochen-, zum Teil monatelanger Arbeit der Künstler sind so vielfältig und inspirierend, dass sie zum Nachdenken anregen. So arbeitete der japanische Künstler Riuji Nakamura zwei Wochen lang an seinem Kunstwerk, welches den kompletten Kurs in Staunen versetzte:
Der halbe Raum ist durchzogen von Nylonfäden auf denen Styroporkugeln rollen. Angestoßen werden diese von kleinen Motoren an unterschiedlichen Stellen im Raum. Um die Illusion zu schaffen, die Kugeln würden schweben, wurde sogar die Farbe der Wand geändert, sodass man die Nylonfäden nur noch schwer erkennen kann. Dieses einzigartige Kunstwerk muss man definitiv einmal mit eigenen Augen gesehen haben. Das gleiche gilt für das Werk des Künstlers Tomas Saraceno. Der Argentinier hat ein genaues Abbild verschiedener Spinnennetze (Spinnen aus argentinischen Regionen), die dreidimensional gesponnen sind, aus Gummiseilen nachgebildet. Das Ergebnis ist ein beeindruckendes Modell, welches fast den gesamten Raum ausfüllt und ein authentisches Kunstwerk darstellt.
Während der Führung durch die Ausstellung war nicht nur die Aufmerksamkeit der Schüler, sondern auch deren Fantasie gefragt. Mit Humor und viel Raum für künstlerische Interpretationsfreiheit stellte Frau Schwarz den Kurs vor verschiedene Aufgaben. So sollten die Schüler aus einem normalen Blatt Papier ein dreidimensionales Objekt herstellen oder auch versuchen, einen Bereich des Kunstwerkes von Saraceno zeichnerisch darzustellen.
Insgesamt hat sich der Besuch der Ausstellung für den Kunstkurs wirklich gelohnt. Die Schüler haben viel über Skulpturen und deren Beziehungen zum Raum gelernt und durften selber kreativ werden. Die Ausstellung ist jedem zu empfehlen, der sich für Kunst und Skulpturen interessiert.

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