Im Rahmen einer Projektarbeit zum Themenkomplex „Individuum und Identität“ führte der Zusatzkurs Sozialwissenschaften von Herrn Rahmer im September 2016 selbsterstellte Umfragen durch und ließ diese von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9-Q2 beantworten, wobei auch vereinzelt Schülerinnen und Schüler der Unterstufe befragt wurden. Ziel dieser Befragung war es, mehr über die Zukunftsplanung und Erwartungen von Jugendlichen zu erfahren und ein allgemeines Stimmungsbild erstellen zu können.

Bei der Befragung stellte sich heraus, dass ungefähr die Hälfte aller Befragten angaben, bereits zu wissen, was sie nach der Schule machen wollen und dass sie sich Gedanken über ihre Zukunft machen und diese darüber hinaus auch planen. Allerdings gab ein Großteil an, dass sie bei ihrer Entscheidung, die sich, laut eigener Angaben, während ihrer Schulzeit verändert hat, sich nicht von der Schule unterstützt gefühlt hätten.

Des Weiteren gaben viele Befragte an, dass ihnen Freunde, Familie, Sicherheit und Freiheit sehr wichtig seien. In den meisten Umfragen waren Fragen zum Interesse an Religion und Politik enthalten, wobei deutlich ersichtlich wurde, dass die Beantwortung dieser Fragen schwer fiel, wie die doch sehr unterschiedlichen Ergebnisse dies widerspiegeln. Hier ist jedoch hervorzuheben, dass Religion den weiblichen Befragten wesentlich wichtiger ist als den männlichen Befragten.

Im Bereich Hobbys und Freizeit scheint das Klischee über die unsportlichen Jugendlichen wirklich nur ein Klischee zu sein, denn ein Großteil der Befragten gab an, dass sie an Sport interessiert und auch sportlich aktiv seien.
Besonders im erneuten Blick auf die Relevanz der sozialen Kontakte, in Form von Familie und Freunden, fiel bei der Auswertung auf, dass die Wichtigkeit von Familie und Freunden nahezu gleichgestellt wurde.

Widersprüchlich erschien bei der Auswertung die Tatsache, dass Jugendliche oftmals Bildung als eher unwichtig einstuften, während sie durchaus einen guten Ausbildungs-, Studien- und später Arbeitsplatz anstreben. Dementsprechend scheint hier die Verbindung von Schule, beziehungsweise Bildung, und deren späterer Funktion nicht bedacht worden zu sein.



Alles in allem lässt sich in Bezug auf die Thematik der Projektarbeit festhalten, dass durch die Umfragen ersichtlich wurde, dass die Zukunftserwartungen und die Interessen der Jugendlichen breit gefächert sind und dies sowohl im Hinblick auf das Alter als auch auf das Geschlecht der Befragten individuell ist und variiert.

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