Oberstufenschüler des Gymnasiums Stift Keppel verbinden Kunst- und Sportunterricht in einer Tanzshow

 

Weißer Nebel kriecht über den Bühnenboden. Rhythmische Klänge, unterbrochen von Wortfetzen und Gedichten, ertönen in der Aula des Gymnasiums Stift Keppel. Spätestens als mehrere Tänzerinnen wuchtig an den voll besetzten Stuhlreihen vorbei donnern, wird den Zuschauern klar, dass sie hier weitaus mehr erleben als nur eine Tanzshow. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen EF (10) und Q2 (12) haben eine beeindruckende Kooperation der Schulfächer Sport und Kunst geschaffen. Die Show ist das Finale dreier Unterrichtsreihen in den jeweiligen Fächern und wird von den Kunst- und Sportlehrerinnen Xenia Frisan, Angela Deimel und Maja Röder begleitet.

Und bewertet. Denn es ist schließlich Unterricht, in den man gerade einen zugleich ungewöhnlichen wie auch sehenswerten Zugang gewinnt, findet auch Schulleiter Dr. Jochen Dietrich. Ich finde es gut, dass Ergebnisse guten Unterrichts nicht im Klassenraum bleiben, sondern öffentlich gezeigt werden. Dabei ist das, was hier so professionell auf die Bühne gestellt wurde, das Ergebnis wochenlanger Unterrichtsvorbereitungen. Während die Schülerinnen und Schüler im Sportkurs aufwendige und abwechslungsreiche Choreografien planten und einstudierten, hatten ihre Mitschüler der Jahrgangsstufe EF im Kunstunterricht die Aufgabe, den Zuschauern durch performative Arbeiten einen individuellen Zugang zu den vier Elementen zu ermöglichen. Die eindrucksvollen Werbeplakate zur Veranstaltung entstanden im Unterricht eines anderen Kunstkurses der EF.

Bühnenlicht, Kostüme, Soundcollagen und Interviewfetzen illustrieren die vier Elemente Wasser, Luft, Feuer und Erde, die der Show den roten Faden liefern.  Um den Tänzern optimale Bedingungen zu ermöglichen, wurde auf der Bühne ein professioneller Tanzboden installiert, als freundliche Leihgabe des Vereins Musical!Kultur Daaden e.V. 

Nach der 60-minütigen Vorführungen freuten sich alle Akteure des Abends über den kräftigen Applaus, besonders jene Schülerinnen und Schüler, die zuvor noch keinen Kontakt mit Tanz und Bühne hatten. Es war uns besonders wichtig, dass die Schüler eigenständig arbeiten und ihre ganz eigene Show auf die Bühne bringen. Die Verschmelzung von unterschiedlichen Tanzrichtungen, vielfältigen Formen von Kunst und schauspielerischen Elementen ist ihnen ausdrucksstark gelungen, freut sich Maja Röder, Lehrerin für Darstellendes Spiel. Und so endet der Abend nicht nur mit glücklichen Darstellern, sondern vermutlich auch mit guten Noten.

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