Das Jugendmusikensemble des Gymnasiums Stift Keppel ging in diesen Tagen wieder einmal auf Tournee durch Hilchenbach. Die Stationen waren wie in den Vorjahren das Alloheim, die Celenus-Klinik und das Haus Dorea-Abendfrieden in Helberhausen.

Insgesamt 51 Konzerte hat das Ensemble mittlerweile gegeben und gehört damit zum festen Bestandteil der Kulturarbeit des Gymnasiums. Zum siebten Mail waren Michael Lappe, Musiklehrer am „Stift“, und Pfarrer Herbert Scheckel mit ihren jungen Nachwuchsmusikerinnen und – Musikern am Helberhäuser Seniorensitz zu Gast.

„Willkommen zu Hause!“, wurde die Gruppe in der Wohninsel begrüßt, dem Teil des Hauses Abendfrieden, in dem Menschen mit fortgeschrittenen dementiellen Veränderungen wohnen und betreut werden. Die Freude an der Musik ist hier besonders groß, denn die Klänge und Rhythmen sprechen alle Sinne an, klingen oftmals vertraut und laden ein zum Mitklatschen und Mitsingen, wie es von den Musikmachenden ausdrücklich beabsichtigt ist.

Dabei ist das Konzertprogramm durchaus anspruchsvoll, wie die folgende Übersicht über die vorgetragenen Stücke beweist (in Klammern die Namen der jungen Künstlerinnen und Künstler):

„Alla Turca" von W. A. Mozart für Klavier (Stella Tsitsifillas)

Graf Dracula, Auf der Mauer.......auf der Lauer und Allegretto von L. van Beethoven Beethoven (Melvin Heinisch Fagott und Begleitung Michael Lappe)

Orlando di Lasso Fantasie für 2 Fagotte ( Lea Walter Fagott, Begleitung Michael Lappe)

Ludovico Einaudi - Giorni für Klavier (Nghiem Ngoc Long)

Johann Mattheson - Suite für Tenorblockflöte, 2 Sopranblockflöten unsd Klavier (Lea Walter - Tenorblockflöte, Lina Walter und Michael Lappe Sopranblockflöten und Herbert Scheckel Klavier)

B. Schmidt - Regenlied (Blockflötenensemble)

Frédéric Chopin - Valse h- moll für Klavier (Eliana Tsitsifillas)

Friedrich Kuhlau - Sonatine für Klavier (Lea Walter)

Benedetto Marcello - Sonate für Fagott und Klavier (Michael Lappe - Fagott und Herbert Scheckel Klavier

Zusammen mit den Bewohnern wurden auch eine Reihe bekannter Volkslieder gesungen.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr der Musikvortrag die Zuhörenden zu großer Aufmerksamkeit und einer inneren Gelassenheit führt, die ihnen aufgrund ihrer Erkrankung oft nicht vergönnt ist. Umso wohltuender empfinden die Menschen die eine Stunde musikalischen Genusses, die ihnen das Jugendmusikensemble des Hilchenbacher Gymnasiums schon des öfteren geschenkt haben und auch in Zukunft schenken wollen.

„Musik hilft und Musik heilt. Wenn es Musik auf Rezept gäbe, sollte sie allen Menschen, die hier leben, verschrieben werden“, schloss Dr. Peter Neuhaus im Namen der Mitarbeitenden des Hauses Abendfriedens den Nachmittag mit einem herzlichen Dank an die jungen Musikerinnen und Musiker.

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