Am 04. Juli führte der Literaturkurs der Q1 des Gymnasium Stift Keppel die diesjährige Projektpräsentation ,,Hilchenbach, was macht der Krieg?“ in der Aula des Gymnasiums auf.

„Hilchenbach, was macht der Krieg?“ – eine Collage eigenständiger Arbeit des Literaturkurses, welcher von Maja Röder, der Lehrerin für ,,Darstellendes Spiel“ (Schulfach, welches sowohl Schauspieltheorie, als auch -praxis vermittelt) koordiniert wurde. Themenbereiche wie ,,Krieg, Tod & Flucht“ lösten anfangs möglicherweise Skepsis aus. Denn die in anderen Ländern laufenden politischen Veränderungen, die in den vergangenen Jahren stattfanden, sowie die dadurch ausgelöste „Flüchtlingswelle“, welche auch Deutschland erreicht, liefern jede Menge Anlass zu Unruhe und Verunsicherung.

Die häufige Unterdrückung der Gedanken und das Vermeiden der Gespräche zu diesem Thema berücksichtigten die Schüler der Oberstufe und überlegten, wie damit umzugehen ist. Kann Theater hier etwas bewegen? Die Schülerinnen und Schüler des Kurses waren der Meinung: Der Zuschauer soll eine Veränderung der Sicht auf Immigranten erfahren. Die Perspektive sollte verändert werden. Doch wie bewirkt man das?

Was wäre, wenn in Deutschland ein Krieg ausbrechen würde? Wenn wir Angst um unser Leben hätten? Alles zerstört würde? Und wir alle somit selbst unser Heimatland verlassen müssten?

Ausgehend von dieser Idee entstanden einzelne Szenen, welche die 22 Schülerinnen und Schüler zu einem Theaterstück in Form einer Collage verknüpften. 

Bei einer teilweise abstrakten Aufführung, welche mit vielen Ton- und Lichteffekten sowie Körpertheater, Tanz und Gesang gespickt war, bezogen die Schülerinnen und Schüler von Maja Röder das Publikum direkt mit ein. Verfolgt wurde das Ziel, die Zuschauer anzusprechen, in ihnen etwas auszulösen und sie dadurch zum Nachdenken zu bringen. Genauso erging es dem Kurs während der vielfältigen, intensiven Auseinandersetzung mit dieser Thematik.

 

 

Im Anschluss an die Präsentation suchten viele Zuschauer das Gespräch. Das Konzept der Theatermacher war offenbar aufgegangen, so dass es zu einem intensiven Austausch über die Thematik der Aufführung und deren Darstellung kam. Und da diese Auseinandersetzung mit dem Thema ,,Flucht“ als besonders gelungen bewertet wurde, sucht man jetzt nach weiteren Anlässen, die Inszenierung noch einmal auf die Bühne zu bringen. 

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