Stift Keppel in Pontarlier
Pontarlier zu Besuch in Stift Keppel

Wo liegt denn Pontarlier? Diese Frage war zu Beginn des Jahres die am häufigsten gestellte, als bekannt wurde, dass ein Austausch der Klassen 8 und 9 des Gymnasiums Stift Keppel in Hilchenbach-Allenbach mit der Quatrième des Collège Philippe Grenier in Pontarlier stattfinden würde. Pontarlier ist eine Stadt im französischen Jura, gehört zum Département Doubs und zur Région Franche-Comté. Am besten zu beschreiben ist die Lage der Stadt jedoch so: Sie liegt direkt an der Schweizer Grenze, zwischen Besançon und Lausanne. Bekannt geworden ist sie u.a. durch die vielfältigen (Winter-)Sport-Aktivitäten ihrer Bürger, so wohnt der Biathlon-Olympiasieger Vincent Defrasne in dem Ort.



Gerade angekommen in Pontarlier Die deutsche Schülergruppe vor dem
Eingang der Partnerschule

Einige Jahre nach dem letzten Austausch, damals mit Rouen, reiste eine Keppeler Gruppe im Mai nach Pontarlier, in Begleitung von Frau Werner und Herrn Irle.
Wie bei einem Austausch üblich, wohnten die Schülerinnen und Schüler in Familien, man hatte sich vorher per Internet, Post und Telefon miteinander bekannt gemacht. Der beschauliche Ort (ca. 25000 Einwohner) und seine Umgebung haben viel zu bieten, so wurde das berühmte Château de Joux genauso besichtigt wie der Gouffre de Poudrey, eine riesige (Tropfstein-)Höhle. Hinzu kamen Ausflüge nach Besançon -mit Besuch der Zitadelle- und Lausanne, wo insbesondere das Olympia-Museum großes Interesse fand.
Besonders gespannt waren die deutschen Schüler auf den Ablauf des Schullebens in dem Collège. Man hatte sich vorher in der Theorie mit diesem Thema beschäftigt, aber dennoch waren die persönlichen Eindrücke vor Ort, insbesondere die Teilnahme am alltäglichen Unterricht, erhellend und wichtig.

Die deutschen und französischen Schüler während des Ausflugs nach Besancon


Die vielen Ausflüge und anderen Aktivitäten, die die französischen und deutschen Schüler an den Abenden und am Wochenende, meist gemeinsam mit den Familien, unternommen haben, können hier nicht aufgezählt werden, sie haben aber in besonderer Weise zum Gelingen des Austauschs beigetragen.

Zu Beginn des Oktobers fand der Rückbesuch der französischen Gruppe in Allenbach statt.
Die Rollen von Gast und Gastgeber waren nun vertauscht, und die Keppeler Schüler und Eltern ließen es sich nicht nehmen, im „privaten“ Programmteil die in Pontarlier erfahrene Gastfreundschaft und Freundlichkeit mit Zinsen zurückzugeben. Das Wochenende und die Abende wurden ausgiebig für Ausflüge und andere Aktivitäten genutzt!

Im Konventsaal

Das offizielle Programm hatte neben der Teilnahme am Schulleben – Besuche von Unterrichtsstunden in verschiedenen Fächern und Klassen, gemeinsames Essen in der Cafeteria usw. - sowohl lokale und regionale als auch überregionale Höhepunkte zu bieten.

 

Internetrecherche Im Ratssaal der Stadt Hilchenbach

Die Sehenswürdigkeiten der Stadt Siegen wurde ebenso besichtigt wie das kleine aber feine Hilchenbacher Stadtmuseum. Bürgermeister Hasenstab ließ es sich nicht nehmen, die Gäste im Hilchenbacher Ratssaal in französischer Sprache zu begrüßen – diese waren beeindruckt! International bekannte Ziele waren das Senckenberg-Museum in Frankfurt, der Kölner Dom und das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Sachkundige Führungen sorgten hierbei für bleibende Eindrücke.

 

Gelungener Abschlussabend  


Der Abschied von den französischen Gästen am 8. Oktober war einerseits tränenreich, denn man würde sich ja in der nächsten Zeit nicht mehr sehen und treffen können, andererseits freute man sich schon auf das Wiedersehen, das viele Teilnehmer des Austauschs vereinbart hatten – teilweise schon für die nächsten gemeinsamen Ferien. Die Gesamtbilanz der Besuche im jeweiligen anderen Land ist also sehr positiv: Man hat erfahren, dass das in der Schule Gelernte in der Praxis anwendbar ist, neue Bekanntschaften und Freundschaften wurden geschlossen. Auch in der Zukunft soll dieser Austausch stattfinden, denn die persönlichen Erfahrungen können durch nichts ersetzt werden!

Irle, im Oktober 2009

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