Am 25.09.17 sollte es also endlich losgehen. Treffpunkt um 8:30 Uhr vor der Schule. Bis jetzt kein Regen und in London war die höchste Terrorwarnstufe ausgeschrieben; nichts konnte uns 22 Schüler sowie Herr Wehren und Frau Feist also mehr vom Fahrtantritt abhalten.

 

Glücklicherweise erreichten wir in der Zeit und ohne längere Wartezeiten Calais und somit auch unsere Fähre um 17 Uhr.

Alle kamen problemlos durch die Sicherheitskontrolle, und die schlimmste Sorge der meisten war ohnehin, während der 1,5 stündigen Fahrt kein Internet zu haben.

Nach weiteren zwei Stunden Fahrzeit waren wir nun in London angekommen, brauchten wegen der komplizierten Verkehrslage aber eine weitere Stunde um am Generator Hostel anzukommen.  Auf diesem Weg hatten wir schon viel Zeit, die Stadt sowie die Lichter ausreichend zu begutachten und in der Londoner Abend-Atmosphäre wurde selbst das Schnellrestaurant Pizza Hut zur allgemeinen Attraktion.

Dank Frau Feist bekamen wir dort auch noch um 21 Uhr Abendessen. „Kann man essen“ war die wohl meistgetroffene Aussage des Abends und alle waren froh, nach der langen Fahrt angekommen zu sein.

 

Tag 1

Für unseren ersten Tag stand nachmittags lediglich eine Stadtrundfahrt an, weswegen wir nach dem Frühstück um 8 Uhr Freizeit hatten.

Einige Gruppen gingen nach dem Frühstück - bestehend aus Brötchen, Schinken, Käse, Fruchtsalat sowie Gemüse oder Cornflakes -  auf eigene Faust die Stadt erkunden.

Der Rest der Gruppe schloss sich Herr Wehren an, der uns anbot, eine klassische Stadttour zu Fuß zu machen. Neben dem Buckingham Palace, Westminster Abbey und Saint Pauls besichtigten wir noch die halbe Oxford Street und gingen durch den Hyde Park schließlich zu dem Treffpunkt für die folgende Stadtrundfahrt.

Die anschließende Stadttour durch die City of London und City of Westminster füllte bei den meisten nun die Lücken der Fußtour vom Vormittag und entpuppte sich vor allem als Informationsquelle über die Luxuswohnviertel sowie Immobilienpreise.

Nach den zwei Stunden wurden wir wieder zentral abgesetzt und hatten bis zum Abendessen um 19 Uhr Zeit für Einkäufe beziehungsweise (noch weiteres) Sightseeing.

Einzelne Gruppen setzten den Tag abends noch in den Pubs fort.

 

Tag 2

Am zweiten Tag stand also nun die Besichtigung des Towers of London an. Auch ohne die Bildung von Zweierreihen kamen wir 22 Schüler also mit den Lehrern beim Visitor Center an und Klebearmbänder markierten uns als Gruppe.

Die Führung im Tower drehte sich hauptsächlich um die Geschichte von Gefangenen während der Zeit, als der Tower als Gefängnis genutzt wurde. Die teilweise abstrusen Geschichten ließen uns die Geschichte des Towers eindeutiger einordnen. Viele waren erstaunt über die vielseitige Nutzung des Towers in der Geschichte, beispielsweise als Zoo. Auch Frau Feist trug durch viele lustige Kommentare und Anekdoten am Rande zu dieser Führung bei.

Nach der Tour ließen wir von einer anderen Touristin nun das einzig vollständige Gruppenfoto der kompletten Studienfahrt schießen und besichtigten schließlich noch die Ausstellung im Tower sowie die Kronjuwelen.

Während der gesamten Besichtigung betrat auch nur ein/e der Schülerinnen und Schüler das Tower Green, dessen Betreten verboten ist. In der Tour wurde beschrieben, dass das Betreten in der Geschichte mit bis zu Todesstrafe bestraft wurde; nun ist es also wichtig zu erwähnen, dass wir vollzählig und ohne jegliche Anzeigen nach Deutschland zurückgekehrt sind. Von 22 Schülern der Jahrgangsstufe 12 wohl eine gute Quote.

Anschließend folgte der größte Freizeitblock der Studienfahrt. Die Zeit wurde vor allem zum weiteren Sightseeing genutzt, wie zum Beispiel zur Besichtigung der Museen rund um den Center oder der berühmten Baker Street sowie der Abbey Road Studios. Der Bildungsaspekt dieser  Studienfahrt kam also nicht zu kurz. Jedoch bekamen die Geschäfte rund um die Oxford Street wohl nicht zu wenig Aufmerksamkeit.

Traditionell ließen viele den Abend wieder in einem der vielen umliegenden Pubs ausklingen. Da die Gruppe relativ wild und verschieden zusammengesetzt war, konnten wir uns auch untereinander nochmal besser kennenlernen.

 

Tag 3

Donnerstag stand nun der Ausflug nach Oxford an. Als wird dort nach der zweistündigen Fahrt um die Mittagszeit eintrafen, bot man uns eine Tour durch die kleine Stadt. Während der Tour konnten wir sowohl Teile der Universitäten sehen, als auch die Orte in Oxford, an denen Szenen der Harry Potter-Filme gedreht wurden. Der Stadtführer untermauerte die Führung mit Informationen über die Geschichte sowie interessante Fakten über dort gegründete Unternehmen oder Berühmtheiten mit Oxford-Abschluss. Die äußere Besichtigung der Bodleian Library war für viele das Highlight dieser Führung.

Zeit zum Einkaufen oder die genauere Besichtigung der Colleges war in den zwei Stunden Freizeit nach der Führung möglich. Viele zog es in die Buchhandlung Blackwell’s, welche ihren Hauptsitz in Oxford hat. Die Rekordfiliale in Oxford hat einen Eintrag im Guiness Buch der Rekorde als größter einzelner Verkaufsraum für Bücher.

Am letzten Abend fand in unserem Hostel eine Karaoke-Veranstaltung statt und ein Großteil von uns blieb abends also dort. Außerdem kam schon Aufbruchsstimmung in unserer Gruppe auf, da am nächsten Tag die Reise zuende sein würde. Nach den langen Fußwegen durch Oxford fehlte außerdem vielen die Energie für weitere Unternehmungen

 

Tag 4

Schneller als anfänglich gedacht, kam dann schon Tag 4, der Tag der Abreise. Um 18 Uhr war die Abreise geplant, vorher stand nur noch der Besuch des Globe Theatres an. „Much Ado About Nothing“ oder auch „Viel Lärm um nichts“ sollte um 14 Uhr starten. 13.30 Treffpunkt vor dem Theater und bis dahin: die letzte Gelegenheit die übrig gebliebenen Pfund loszuwerden oder den „Rest“ der Stadt zu besichtigen. Von erneuten Shopping-Ausflügen bis hin zur Besichtigung des Olympia-Stadions in London verteilten sich die Gruppen und es schafften tatsächlich fast alle pünktlich zum Start des Stückes im Globe Theatre.

Das modern interpretierte Stück war beeindruckend, trotz zwischenzeitlichen Regens und der drei Stunden im Stehen.

Nachdem wir das Stück aus Zeitgründen kurz vor Schluss verlassen mussten, folgte ein Sprint zurück zum Hostel, da der Zeitplan ziemlich knapp war.

Nachdem eine von unseren Gruppen aufgrund einer falsch gewählten U-Bahn fast nicht am Hostel angekommen wäre, saßen wir schließlich fast pünktlich um 18 Uhr alle im Bus -  inklusive des Gepäcks. Die Rückfahrt lief ähnlich wie die Hinfahrt reibungslos und so wurden wir an der französischen Grenze quasi durchgewunken und kamen inklusive weiterer Pausen und Fahrerwechsel ca. 2 Stunden früher am Stift Keppel an als geplant.

Die Studienfahrt endete also zusätzlich mit vielen glücklichen, frühzeitig aus dem Bett geklingelten Eltern.

Insgesamt können wir Schüler uns nur bei Frau Feist und Herrn Wehren für die Studienfahrt bedanken. Durch die viele Freizeit die wir hatten, konnten viele Interessengruppen bedient werden, und jede Gruppe konnte das gewünschte London genauer kennenlernen. Von Interessen über den japanischen Garten bis hin zu den Kunstgalerien war alles dabei, weshalb wir wohl als Gruppe die komplette Stadt gut abdecken konnten. Wir konnten alle bleibende Eindrücke und tolle Erinnerungen mitnehmen. Thanks for putting up with us, trotz vereinzelter Aussetzer von Seiten der Schüler. 

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