Gymnasium Stift Keppel

Das Gymnasium Stift Keppel hat sich als einen wesentlichen Schwerpunkt die Förderung der MINT-Fächer vorgenommen.

Unterricht

Im Rahmen des MINT Profils beginnen wir schon in JS 5 mit naturwissenschaftlichen Ergänzungskursen, nämlich „Chemie entdecken“ und „Physik/Wetterkunde“, beides handlungsorientierte Kurse, die die Neugier der Schüler wecken und entdeckendes Lernen fördern. Im Rahmen des Unterrichts und über den Unterricht ergänzende freiwillige AGs wird dieses Entdecken der Naturwissenschaften vertieft. In der Differenzierung II ab JS 8 können Schüler im MINT-Bereich sich weiter qualifizieren. Ein Kurs Mathe/Info/Elektronik führt ein in die Informatik, leitet aber auch zu konkreten Anwendungen und zum Schreiben von Programmen an, z.B. im Rahmen der Lego League. Der Kurs Biologie/Chemie stellt den ökologischen Aspekt in den Mittelpunkt und nutzt die besondere Lage der Schule inmitten einer artenreichen Natur zu Erforschungen und Analysen vor Ort. Die Arbeit im eigenen Schullehrgarten ergänzt das Programm. Die Ökologie bestimmt auch den Biologie-Unterricht in JS 8, an deren Ende eine Ökologische Facharbeit steht, der viele theoretische und praktische Studien vorangegangen sind. In der Oberstufe werden alle MINT-Fächer, auch Informatik, als Abiturfächer angeboten, die Leistungskurse in Mathematik, Physik und Biologie sind gut frequentiert.


Hausaufgaben ergänzen den Unterricht und unterstützen den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler. Die Hausaufgabenstellung zielt, im Interesse einer kontinuierlichen Kompetenzsteigerung der Schüler, insbesondere auf

- die Übung, Anwendung und Sicherung im Unterricht erworbener Kenntnisse, Fertigkeiten und fachspezifischer Arbeitstechniken,
- die Vorbereitung bestimmter Unterrichtsschritte und
- die Förderung der selbstständigen Auseinandersetzung mit Unterrichtsgegenständen und frei gewählten Themen

Für die Vorbereitung und Besprechung von Hausaufgaben ist eine angemessene Zeit im Unterricht vorzusehen. Die bei den Hausaufgaben
gezeigten Leistungen werden angemessen gewürdigt, um die Motivation der Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Einzelne Hausaufgaben dürfen nicht mit Noten bewertet werden.

Der Fachlehrer notiert nicht gemachte Aufgaben, ggf. im Protokollheft des Stufenprogramms, und entscheidet bei auffälliger Häufung in Absprache mit dem Klassenlehrer über Maßnahmen zur Verbesserung des Arbeitsverhaltens, wie z.B. Benachrichtigung der Eltern (Formblatt). in Absprache mit den Eltern
Teilnahme an der Hausaufgabenbetreuung oder Verpflichtung zu einer zusätzlichen Unterrichtsstunde.

Vor- und Nachbereitung des Unterrichts ist verbindlicher Teil von Hausaufgaben, muss eingeübt und regelmäßig eingefordert werden. Die Vorbereitung auf den Unterricht des kommenden Tages sollte täglich mindestens 15 Minuten in Anspruch nehmen.

Der Umfang der Hausaufgaben ist so zu planen, dass die im Schulgesetz vorgesehene häusliche Arbeitszeit nicht überschritten wird.  Hierbei ist auch zu berücksichtigen, dass das Vor- und Nachbereiten des Unterrichts Teil der häuslichen Arbeit ist.

An den Tagen mit Nachmittagsunterricht werden keine schriftlichen Hausaufgaben  für den folgenden Tag gestellt.  

Neben oder anstelle von Hausaufgaben, die für die nächste Unterrichtsstunde zu erledigen sind, können  Hausaufgaben über einen längeren Zeitraum (eine Woche und mehr) gestellt werden, wenn an größeren Projekten und in größeren Zusammenhängen gearbeitet wird. Insbesondere gilt dies auch für Fächer, in denen eine regelmäßige Beschäftigung mit fachspezifischen Inhalten und Methoden zur Kompetenzsteigerung unerlässlich ist.

Alle Schüler führen verbindlich ein Hausaufgabenbuch, in dem neben den zu erledigenden Arbeiten auch die Termine der Klassenarbeiten und weitere wichtige Daten vermerkt werden. Dieses Buch dient auch der Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus. Seit 2014 heißt es Logbuch, da es um eine einfache Lerntagebuch-Funktion ergänzt wurde.

Die Hausaufgaben, sowie wichtige Termine werden auf einer Informationstafel im Klassenraum vermerkt. So haben Schüler und Lehrer einen Überblick über Umfang und Verteilung der Arbeitsbelastung der Schüler.

Besondere unterstützende Maßnahmen unserer Schule:

Das regelmäßige und systematische Erledigen von Hausaufgaben, das Vor- und Nachbereiten von Unterricht in den verschiedenen Fächern, sowie die planmäßige Vorbereitung auf Klassenarbeiten werden in der zusätzlichen Klassenlehrerstunde in Klasse 5 eingeübt. Diese methodischen Fertigkeiten werden im Rahmen des Methodentrainings  fortlaufend aufgefrischt und vertieft.

Wer in den Jahrgangsstufen 5 und 6 lieber seine Hausaufgaben in der Schule erledigt, hat dazu täglich die Möglichkeit. Im Silentium-Raum neben der Bibliothek sind jeden Tag von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr ein bis zwei Oberstufenschüler, die die Schüler beaufsichtigen und beraten. Nachschlagwerke und Bücher sind auch vorhanden, die Bibliothek, in der weitere Hilfsmaterialien zu finden sind, ist nebenan, unsere Bibliothekarin Frau Weber ist bis 15 Uhr anwesend und hilft bei der Recherche und Auswahl. Für diese Betreuung fällt ein monatlicher Unkostenbeitrag von 40,- € an. Nähere Information erhalten Sie bei Frau Rüsing im Schulsekretariat.

In Freistunden  steht  ein Helfersystem aus dem Projekt „Schüler helfen Schülern“ bereit, wenn Schülerinnen und Schüler aus den Klassen der Sekundarstufe I  in Einzelförderung bestimmte Leistungsdefizite gezielt aufarbeiten möchten. Zur Klärung der Inhalte treten die Helfer und die Fachlehrer der betreffenden Schüler in Kontakt. Für Zeiträume von 6-8 Wochen wird in Einzelfällen eine individuelle Lernberatung durch ausgebildete Fachlehrer angeboten.

Die Schülerbibliothek mit Silentium und angrenzendem Internetraum stehen den Schülern in der Zeit von 10.30 Uhr bis 15 Uhr für selbstständiges Arbeiten und Recherchen zur Verfügung.

Der Verein zur Förderung begabter Kinder und Jugendlicher Südwestfalen e. V.:

Link zur Homepage

Mitglieder des Vorstands:

Sibylle Schwarz
Oberstudiendirektorin i.R.
Vormals Schulleitung im Gymnasium Stift Keppel

Dr. Theo Overhagen
Universität GH Siegen, FB Mathematik

Dorothea Woydack
Oberstudiendirektorin i.R. im Kirchendienst
Vormals Schulleitung im Ev. Gymnasium Siegen-Weidenau

Marianne Broer
Oberstudienrätin i. R.
Geschäftsführerin und Schulfachliche Beraterin

 


Geschäftsstelle des Vereins
Regionale Schulberatungsstelle für den Kreis Siegen-Wittgenstein
Bismarckstr. 45, 57076 Siegen-Weidenau, Tel 0271-3332730,Fax 0271-3332701
email: schulberatung@siegen-wittgenstein.de
Ansprechpartner: Beate Schwagmaier (Dipl. Psychologin), Beate Deifert (Sekreteriat)

 

Was ist Hochbegabung?

Das Thema Hochbegabung erfährt derzeit in der Diskussion um die Weiterentwicklung von Schule und auch in den Medien verstärkte Beachtung. Übereinstimmend wird betont, dass Hochbegabungen sowohl im Interesse der Gesellschaft, als auch im Interesse dieser Kinder und Jugendlicher selbst gefördert werden sollten. Dieser Ansatz wirft allerdings auch Fragen auf: Es gibt eine Fülle von Definitionen, die dieses Phänomen mehr oder weniger präzise zu beschreiben versuchen. Allen gemeinsam ist, dass hochbegabte Menschen zu besonderen, manchmal überraschenden, auf jeden Fall weit über den Durchschnitt herausragenden Leistungen in der Lage sind. Allerdings ist nicht jeder sehr gute Schüer gleich hochbegabt, und umgekehrt ist nicht jeder hochbegabte Jugendliche ein guter Schüler. So wird klar, wie schwierig es ist, wirkliche Hochbegabung - oder wie manche lieber sagen, besondere Begabung - zu identifizieren. Dabei sind spezielle Begabungen, etwa im musikalischen oder sportlichen Bereich seit langem bekannt und werden gefördert. Auch besondere mathematische Fähigkeiten können Schüler im Rahmen von "Mathematik-Olympiaden" in den letzen Jahren unter Beweis stellen.

Unsere Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche mit einer sehr breiten Begabung, einer herausragenden intellektuellen Leistungsfähigkeit, die sich nicht nur auf ein Spezielgebiet beschränkt. Potenzielle allgemeine Hochbegabung lässt sich unter anderem mit Hilfe von standartisierten Testverfahren messen, die bei Diplom-Psychologen allgemein anerkannt sind. Aber auch andere Merkmale, die häufig Eltern und Lehrern auffallen, können Indizien für Hochbegabung sein, etwa Interesse und außergewöhnliche Kenntnisse auf einem - oft nicht altersgemäßen - abstrakten, existentiellen Thema usw. Man geht heute davon aus, dass ca. 2% der Schüler eines Jahrgangs hochbegabt sind.

Warum sollen diese so begabten Schüler noch gefördert werden?

Man könnte meinen, Jugendliche mit solchen Anlagen genießen eine sorglose Schulzeit und sind eine Freude für ihre Eltern und Lehrer. Aber die wissenschaftlichen Untersuchungen in den letzen Jahren geben Anlass zum Handeln. Nicht ohne Grund gibt es inzwischen Vereine, die sich dieser Thematik intensiv widmen, und Elternselbsthilfegruppen, in denen Eltern ihre Erfahrungen austauschen und ihre Sorgen loswerden können. Diese Kinder werden von ihren Eltern häufig als sehr "anstrengend" erlebt, von ihren Lehrern nicht selten als "verhaltensauffällig". Andererseits fühlen die hochbegabten Kinder sich oft im Umfeld der Altersgenossen unverstanden und abgelehnt. Sie können Fehlverhalten entwickeln, vom "Klassenclown" bis zum völligen Leistungsverweigerer. Die Lehrer sind oft, angesichts der großen Klassen, nicht in der Lage situationsgerecht zu reagieren, zumal, wenn sie die Ursache des Verhaltens nicht kennen. Aber selbst wenn dem Lehrer das Problem bewusst ist, sind die materiellen und strukturellen Möglichkeiten der individuellen Betreuung solcher Schüler innerhalb der Schule oft begrenzt. Sicher, es gibt eine große Anzahl von Jungen und Mädchen mit dieser Art von Begabung, die problemlos das Gymnasium durchlaufen, aber auch diese klagen häufig über mangelndes Verständnis seitens der Mitschüler, über Motivationsverlust, weil Arbeitstempo und -methoden ihren Fähigkeiten nicht entsprechen, oder über Isolation und unterschwellige Anfeindungen ("Streber", "Besserwisser" etc.) Diese Erfahrungen anderer Institutionen (z.B. Deutsche Schülerakademie) zeigen, dass diese Jugendlichen deutlich an innerer Sicherheit und Leistungsbereitschaft gewinnen, wenn sie mit ähnlich veranlagten Schülern zusammenkommen, lernen und diskutieren können. Daher hat sich unser Verein zur Aufgabe gemacht, Födermaßnahmen, die von einem Arbeitskreis bei der Regionalen Schulberatungsstelle des Kreises angeregt und in Kooperation mit der Universität-Gesamthochschule Siegen und der oberen Schulaufsicht durchgeführt werden, zu unterstützen. Wir helfen damit den betroffenen Jugendlichen, indirekt aber auch der Allgemeinheit, da die Jugendlichen lernen sollen, ihre Begabungen auch einzusetzen und in sozialer Verantwortung zu nutzen.

Klassen-und Studienfahrten sind Teil des pädagogischen Programms der Schule und dienen dem sozialen, kulturellen und interkulturellen Lernen.

Dabei machen Lehrer und Schüler/innen häufig erstaunliche Erfahrungen.

JS 6: dreitägige Fahrt in die nähere Umgebung (2 Übernachtungen)

JS 9: fünftägige Klassenfahrt an ein Ziel innerhalb Deutschlands oder als educational stay in England

JS Q2: einwöchige Studienfahrt, in der Regel an einen Leistungskurs gebunden

Fahrtenwoche: i.d.R. 4. Woche nach den Sommerferien

Neben diesen verbindlichen Fahrten gibt es als Angebot die Möglichkeit der Teilname an einem Schüleraustausch mit Steenvoorde (Frankreich) in der JS 8, einer Sprachreise nach Malaga (Spanischkurs JS EF-Q2) und an der Skilehrfahrt ins Skigebiet Gitschberg-Jochtal (JS 9-Q1) zu Beginn des 2. Schulhalbjahrs.